Pfingsten 2010

An Pfingsten kann man viel erleben, wenn man will. Ja, wenn man will, dann schon. Nun, ich wollte und stürzte mich in den Samstag. Motorrad fahren war angesagt. So kurvte ich am Nachmittag in den Tälern Graubündens herum. Doch bald hatte ich kalt und kehrte wieder nach Hause zurück. Auf dem Balkon wärmten mich die letzten Sonnenstrahlen. Das war der Samstag.

Der Sonntag konnte spannend werden. Nun, er wurde es erst am Anfang. So gegen 12:00 Uhr Mittag fuhr ich mit dem Velo der Plessur entlang an den Rhein, wo Corrado Filipponi und sein Kanutenkollege Peter Schmid zu einem Weltrekordversuch starteten. Ich fand die Stelle und es waren schon viele Medienschaffende am Werk. Es wurde fotografiert, gefilmt, interviewt, geredet und geworben. TeleZüri, ein paar Fotografen, ein Stadtpräsident und ein Erfinder waren vor Ort. Nicht zu vergessen das Publikum, das Care-Team und die Paddler. Dann der Start um 12:00 Uhr, alle standen sich im Weg, wollten ein Foto von dem beiden Paddlern knipsen. Das sie nicht gerade in den Rhein fielen beim Knipsen, grenzte an ein Wunder. Ich habe mir ein Plätzlein weg vom Rummel gesucht und konnte die beiden Weltrekordanwärter gemütlich filmen. Als der Spuk vorbei war, nahm ich mein Velo und setzte meinen Weg fort in Richtung Ilanz.

Ich fuhr den Rhein aufwärts, dann über die Brücke nach Felsberg, weiter an Domat/Ems vorbei nach Reichenau. Kurz vor Reichenau am Bahnhof organisierte ich mir noch eine leere Petflasche, um unterwegs noch den einten oder anderen Schluck Wasser zu geniessen. Das Wetter war wunderbar warm und trocken. In Bonaduz gönnte ich mir eine Pause auf der langen Bank auf dem Dorfplatz und studierte die Wahlplakate, während ich getrocknete Birnenschnitze und einen Schluck kühles Wasser genoss. Dann machte ich mich auf den Weg nach Versam. Die elend lange Steigung durch den Wald machte mir schon etwas zu schaffen. Dafür genoss ich wiederum die leicht abschüssige Strasse bis zur grünen Eisenbrücke.

Nach der Eisenbrücke quälte ich mich hoch nach Versam. Unterwegs wurde ich noch von einem unglücklichen Velofahrer nach einem Ersatzschlauch gefragt. Leider war ich nicht voll ausgerüstet, denn ich befand mich auf einem Sonntagsfährtlein, und konnte dem Pannenfahrer nicht helfen. In Versam sah ich, dass die obligate Beiz schon fast zum überquellen voll war. Ich fragte ein Paar, auch Velofaher, ob neben ihnen noch frei war. Stühle wurden geruckt, Rucksäcke umgelagert, den Hund unter den Tisch gezogen und sofort war da Platz für mich. Wir redeten so über das Velo- und das Töff-fahren und schon wurde mir der Most spendiert. Danke nochmals dem Spender aus Trun/GR. Wir gaben uns noch gegenseitig Tipps, wo es schön zum Velo fahren ist und verabschiedeten uns. Ich fuhr weiter nach Ilanz, jetzt wo es nur noch geradeaus oder bergab ging, hatte ich das ewige Grinsen um den Mund. In Ilanz nahm ich wie immer das Züglein nach Chur.

Den Montag genoss ich mit ausruhen, relaxen, sünnelen, herumliegen, lesen, Musik hören, netzwerken und internetten.

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HIGA 2010

Was me an der HIGA nid alles astelle cha !

Hütt isch es kei schön Wätter gsi und ich ha nid gwüsst, was ich an somene rägnerische Tag mache sell. Also han ich beschlosse, an d'HIGA z'goh. Das isch sone Gewerbemäss in Chur, eigentlich eher für Lütt mit Gäld und Inträssi für neui Kuchi-Irichtige, Fänschter, Türe, renovierti Dächer, Umbaute, Aabaute, Hushaltsgrät, Whirlpool, Wintergärte, Swimmingpool-Überdachige und Wii. Vor allem Wii. Es hett sicher zäh Ständ mit Wii-Deguschtatione gha. Und dert sinn denne die meischte Lütt ghoggt. Bi dene andere Ständ sind eher ganz armi Ussteller mit miede Auge gstande und hänn sich d'Bei in Buuch gstande. Glangwiilti und enttüschti Gsichter, well alli eso desinteressiert witer gloffe sind. Nid emoll e fuule Spruch hänn si gheie loh. Bi eim Stand, wo eso renovierti Ziegel usgstellt gsi sind, bini e bitz am luege gsi, scho isch dr Stadnbsitzer cho froge, öb ich Inträsse heig. Ich hanen leider au miesse enttüsche, well ich jo kei eiges Huus ha und mis Dach nid renoviere will. Er isch denn ganz enttüscht gsi. Aso ich wünsch ihm au an dere Stell, dass er wenigschtens ei Uftrag überchunnt oder au meh. Eifach eso ane Mäss und die Standmieti zahle und nid emoll öppis verchauffe, das würd sogar mich deprimiere. Ich bi denne witers gloffe und bi schlussändlich ufere Bühni gstande, wo eine vo mir e Fotti gmacht hett und denne eso künschtlich ane Frau ane gschobe hett. Ich ha immer gschraue "nöcher an die Frau ane", aber er hett nid glost. Denn hani mer no e Autogramm vo dere Frau lo organisiere. Hejo, wenn i denn scho zur Beluschtigung vom Volk sell ane stoh, denn will ich au e Autogramm vom "Star". E nätte Herr hett mer denn das Autogramm organisiert bi dere Dame, wo grad in der Schminki gsässe isch. Jo denn bini witers gloffe und am Massagestand vone paar Japanierinne glandet. Eini hett mi grad iigspanne und mich mit eso Apparätli massiert. Ich has natürlich grad usgnützt und sie isch mit Fliss um mich umme tanzt und hett massiert. Fascht hätt sie mer no s'Portemonnaie use massiert, aber ich ha derzue gmeint, ich heig jetzt kei Stütz, was au gstumme hett. So bini denn dusse no bitz de Wurschtständ und hammer mit em letschte Batze no e Hemmberger Wurscht am Velostand bstellt und gässe. Denn bini no bitz in d'Stadt in's Cafe Arcas, woni no e paar alti Gsichter vo der deep gseh ha. Tja, Chur isch chlii .....

Isabelle Wieland und ich

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Den Vogel abgeschossen

Heute bin ich nach Bern um an der OpenExpo in Bern teilzunehmen und ein bisschen zu netzwerken. Eigentlich interessierte mich nur die Open Source Ecke, trotzdem schlenderte ich noch durch den Rest der Messe. Dann stand ich am Stand von Freddie Casymir, den ich schon lange kannte und mich freute ihn wieder zu sehen. Wir tauschten ein paar unwichtige Worte und wünschten uns einen schönen Tag. Danach lief ich ein wenig im Open Source Bereich herum und informierte mich hier und da und dort, von wo ich noch eine CD mit der aktuellsten Version mit nach Hause nahm. Nun der ganze Besuch dauerte eine knappe Stunde und ich entschloss mich noch den neuen Bärenpark zu besuchen. Nicht schlecht das Gehege, alles super abgesichert und in der Wiese sonnte sich der Bär. Weiter hinten, ein wenig abgeschottet vom Bär graste die Bärin im Gras herum und die beiden Jung-Bären-Rookies (jööö, sind die härzig) tollten zusammen in der heiteren Märzensonne herum. Es gab vieles zu Lachen, wenn man den beiden putzigen Petzen zuschaute. Doch ich machte mich auf den Weg zum Bahnhof mit einem Abstecher zum Bundeshaus um eine Schweigeminute einzulegen und das Bundeshaus anzuschauen. Nun es ist immer noch dasselbe Haus wie immer, aber ich fand es einfach schön so in der Sonne zu stehen und das Haus zu begutachten. Basta! Dann ging ich auf den Bahnhof und nahm den Zug nach Zürich. Ich war schon eingestiegen und hatte mich bequem hingesetzt, da kamen noch zwei junge Männer und der einte fragte mich ob da noch ein Sitzplatz frei wäre. Natürlich! Entgegnete ich und stöpselte meine Ohren mit Musik voll und las ein wenig Neue Tsüüri Tsiitig. Die zwei redeten eifrig miteinander und ich las so vor mich hin und nickte ein. Dann kurz vor Zürich, als ich wieder vom Bremsen erwachte, fragte mich der Jüngere der Beiden, ob ich irgendwie berühmt oder bekannt sei, Musiker oder sonst etwas. Ich antwortete ihm, dass ich keine wichtige Person sei, sonder ein ganz normaler halt mit einem Allerweltsgesicht. Nun wollte er noch wissen, ob ich noch weiter mit den Zug fahren würde Richtung Winterthur. Doch auch das verneinte ich, fügte aber hinzu, dass ich früher schon in diese Richtung weiter fuhr. Aber jetzt wo ich in Chur wohnen würde, müsste ich halt den Zug wechseln. Am Schluss stellte sich heraus, dass wir an derselben Messe waren und an denselben Ort zurückfahren. Wir teilten uns wieder das Abteil im anderen Zug und unterhielten uns über dies und das und wen wir alles kennen in Chur. Ich sage nur noch, die Welt ist klein und Chur ist noch viel kleiner, wenn man Informatiker ist.

Allegra!

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Alp Stätz

Ein schöner Sonntagmorgen. Fast hätte ich ihn wieder verschlafen. Denn um 07:00 Uhr war es noch grau am Himmel und ich drehte mich wieder im Bett für eine weitere Runde schnarchen. Aber um 08:30 Uhr war der Himmel knutschblau und ich wach wie ein Knallfrosch. Aufstehen, duschen, morgenessen, pressieren und ich stand um 09:30 uhr am Bahnhof. Ja, wo geht es denn heute hin, Herr Fahrplan? Aha, ab auf das Gleis 13 um 09:48 Uhr nach Thusis. Doch das war ein Gaudi ! Halt auf Verlangen hier und Halt auf Verlangen da, so dass wir etwa um 10:25 Uhr in Thusis ankamen. Ich schnell zu den Postautos. Wo ist das Posti nach Lenzerheide ? Bivio, und alles andere fand ich da angeschrieben, nur Lenzerheide nicht. Ja vielleicht kommt es ja noch ? Ich fragte einmal den Herrn Postautoführer. Aber hören Sie guter Mann, das Postauto fährt ab Tiefencastel. Schnell, schnell zurück auf das Geleise 3 und den Zug um 10:33 Uhr geschnappt, durch all die Tunnels gefahren und in Tiefencastel aus dem Zug gespuckt, stand ich jetzt da und wartete sitzend auf der Bank auf das Postauto nach Lenzerheide. Da kam eines, aber es war angeschrieben mit Chur. Ich stur wie ein Esel zum Postautoführer und fragte ihn, ob er über Lenzerheide nach Chur fuhr. Ja, einsteigen bitte und abgefahren wurde, Kurve um Kurve fressend nach Lenzerheide fahrend. Uff! oben war ich geschafft vom vielen Schauen der Natur und musste gerade ein Kaffi und ein Mineral trinken. Dann ging es weiter mit meinen Füssen, Schritt für Schritt zum See, über den See, den Berg hinauf. Unterwegs fragte ich noch eine schöne liegende Frau ob es denn da nach Alp Stätz gehen würde ? Sie sagte mir, dass ich, wenn ich forsch gehen würde, in 20 Minuten oben sein würde. Dann ging ich forsch und war dann auch oben, aber ob es wirklich 20 Minuten gewesen sind, habe ich nicht mehr geschaut. Denn ich hatte Hunger und da war ein grosses Restaurant, rustikal und mit gut sortiertem Buffet. Eigentlich wollte ich nur eine Portion Pommes, aber als ich die Chicken Nuggets sah, wollte ich die auch auf dem Teller. An der Kasse angekommen, fragte mich die Kassiererin, Halbtags oder GA? Huch, was für eine Frage, und da ich GA Besitzer bin, sagte ich GA. Hui der Preis purzelte gerade um die Hälfte in den Keller und ich glotzte die Kassiererin an, als wäre es schon Ostern oder Pfingsten. OK, dann kostete mein Teller Chicken Nuggets mit Pommes und einem Glas Mineral nur CHF 12.45 und ich suchte mir einen Platz an der Sonne im Restaurant. Einen fand ich noch und setzte mich und äste und trank. Dann machte ich mich wieder auf den Weg in's Tal. Ich überlegte mir noch einen Abstecher in die Chiljhütte zu machen, aber irgendwie lag sie mir zu fest ab dem Weg. Darum ging ich schnurstracks nach Valbella hinunter und schaute bei der Postautohaltestelle auf die Uhr. 15:30 Uhr ? War ich denn so schnell unterwegs ? Ich dachte es sei mindestens 17:00 Uhr. So kann man sich täuschen. Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mir doch noch überlegt, aber egal jetzt war ich hier und musste eine geschlagene Stunde auf die Abfahrt des Postautos warten. So wartete ich halt draussen an der Mauer lehnend und sonnte mich ein wenig im Kindergeschrei und Hundegebell an der Haltestelle in Valbella. Als das Postauto endlich kam stieg ich ein und das Postauto staute langsam fahrend gegen Chur. Um 17:00 Uhr waren wir dann auch wieder am Bahnhof, von wo ich direkt nach Hause lief und ein wenig in's Bett lag um meine müden Glieder zu strecken. Schon wieder einen Sonntag umgebracht .....

Niederjagd Asyl

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twoo an der Mustermesse Basel

Samschtig, 13.02.2010, e Daag in Basel !

Hütt bini nach Basel abe gfahre, mit em Zug nadiirligg, mit was au susch ...  :D OK, ich hätt au mit em Töff chönne abe fahre, denn wär ich aber wienes Iiiszäpfli aacho. Also bini mit em Zug nach Basel, obwohl mer in Ziiri scho halber schlächt gsi isch vor lutter Wermi in däm Zug. Am halber Zähni isch denn dr Alex no z'Basel ufe Bahnhof cho und mer sinn zämme mit em 1ner an d'Muschtermäss. Dört hämmer die Velousstellig "twoo" bsuecht. Ich bi no mit emene Frischluft Simpel mit Zahnradaatrieb e Rundi go fahre. Dä Simpel hett scho Drive gha und zum Schalte ischer au super gsi. Sicher emoll en Überlegig wärt, wenn mi alte Göppel emol dure groschtet wäri. Jo und denne hämmers bald scho gseh gha. Öppe zäh Ständ hett's gha und das inere riese Halle. Womer alles gseh hänn, simmer halt gange .....

Am Zwölfi simmer denne zrugg gsi und hänn bi dr Erika z'Mittag gässe. Denne isches ab wienes Zäpfli und mer sinn no bis öppe am fünfi an dr Rhynacher Fasnacht im Matsch und de Konfetti ummegstiegelet. Es hett au do meh Guggene als Cliquene gha und no es paar Wääge, wonis d'Waggis mir ihrne Orange, Confetti, Dääfi und Bliemli bombardiert hänn. Am halber Säggsi bini denne ufe Bus und derno uf's Tram umgstiege und es hett mer am Bahnhof grad no uf's Säggsi-Zügli für uf Chur glängt.

Z'Chur aacho, bini schnäll heim go s'Zügs ablade und wermer aazieh. Denn bini no bitz an d'Chuurer Fasnacht go de Guggene zuelose. Es hett no esone Schissdräggzügli vo Basler Drummler gha wo als Blauzungeschoof dur Chur gloffe sinn. Das hänn d'Churer aber nid verstande und sind sogar hässig worde. Im ene Egge hani au no e Basler Gugge aatroffe, D'Fährischiffli oder eso hänn sie gheisse. Ich bi denn no bitz witers zoge und ha no es paarne Gugge zueglost. Susch isch eifach es Mega Puff gsi und wenn die fremde Guggene nid wäre cho spiele, wär nid viel gloffe. Denn hättis wirklich nur es guets Grüppli gha und d'Fasnacht wär öppe innere Stund fertig gsi.

Do hani no zur Erinnerig die beide Fasnachtschlöis gknipst womer no hänn welle e Plaquette vrkhauffe :D
Aber das isch e lengeri Gschicht. Die vrzell ich denne es anders Mol ...

Übrigens hett sich mini Vrmuetig am Sunntig bestätigt. Denne hänn d'Churer nomol e Umzug gmacht und es hett genau drei Guggene gha, wo no es paar Lütt noche tschumplet sind. OK, zuegeh ! Als Basler bin ich in dere Hinsicht halt scho vrwöhnt, was Fasnacht anbelangt. D'Basler Fasnacht sind halt scho die drei scheenschte Dääg in der Wält :D

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Appenzell, einfach so

Ich bin jetzt wieder zurück von einem erlebnisreichen Wochenende. Am Freitag besuchte ich meine Nachmieterinnen in Winterthur. Sie haben mich zum Z'Nacht eingeladen. Besser gesagt: zur besten Lasagne, welche ich je in der Paulstrasse gegessen habe. Wir assen also Lasagne und Salat, tranken einen guten Wein, assen den aus Chur mitgebrachten feinen Cake und bald war es Zeit, um meinen Schlafplatz aufzusuchen. Dann ging ich nach Dättnau zu einem Kollegen schlafen. Am Samstag Morgen verteilten wir zusammen die Päckli bis um 09:00 Uhr. Dann lief ich noch durch Winterthur und traf Orlando und Nicole, welche gerade aus dem Coiffeurladen kamen. Nicole hat nun einen neuen Haarschnitt, wie aus den 20iger Jahren. Wir redeten noch über mich und sie und trennten uns dann bald wieder. ich ging noch in's Fahrenheit auf einen heissen Toast und einen Kaffe. Dann traf ich mich mit den Kollegen der Post, denn es war Betriebsausflug angesagt. Wir fuhren mit einem Kleinbus nach Appenzell, um die Appenzeller Alpenkräuter Schnapsfabrik zu besuchen. dort durften wir alle Schnäpse probieren und kauften auch noch eine oder zwei Flaschen direkt im Fabrikladen. Dann ging es weiter in eine kleine Werkstatt eines Appenzellers der noch das Sennenhandwerk ausübte und Hosengurte und andere schöne Sachen aus Leder und Kupfer produzierte. Ein sehr spannender und lehrreicher Einblick in die Arbeit von Roger Dörig in Appenzell. Nach dieser kleinen Führung liefen wir wieder durch's Dorf und stiegen erneut in den Kleinbus um unsere Fahrt in's Ungewisse fortzusetzen. Kurz vor dem Ungewissen mochte der Bus nicht mehr die steile verschneite Strasse hochfahren und wir liefen den Rest bis ind das Berggasthaus Hoher Hirschberg, wo wir einen schönen Blick auf den vollen Mond werfen durften, welcher aber bald wieder hinter den Wolken verschwand. Essen und Trinken war angesagt, dann erzählen und alte Erinnerungen aufleben lassen und sich um die Zukunft sorgen. Wir fuhren dann sehr spät zurück und waren um ca. 00:30 Uhr wieder in Winterthur. Um 01:00 uhr waren alle meine Kollegen verschwunden und ich suchte mir einen Schlafplatz im Hotel Wartmann. Am Sonntag genoss ich noch ein Frühstück, kaufte mir am Bahnhof eine Sonntagszeitung und setzte zu meiner Rückreise an.

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Auf den Calanda

Am 14.10.2009 am Morgen um 08:00 Uhr bin ich aufgestanden, habe mich angezogen, habe meinen Rucksack mit dem Nötigsten bepackt und bin auf das Velo gesessen und in Richtung Haldenstein losgefahren. Um 09:15 uhr stieg ich in Haldenstein in den steilen Weg nach Arella hinein. Ich kam noch gut vorwärts bis Arella, wo mich dann 3 jüngere Wanderer überholten. Dann wusste ich, dass ich nicht mehr der Jüngste bin und versuchte diesen Wanderer nachzukommen. Doch bald nach Arella verschwanden die drei und ich sah sie erst bei der Calanda Hütte wieder, wo sie doch mit einem Vorsprung von einer halben Stunde am sitzen und Bier trinken waren. Unterwegs im Nesselboden nam ich mein erstes Znüni und setzte dann meinen Weg fort bis zur Alp Altsäss, wo ich einen kurzen Trinkrast einlegte. Nach ein paar Kurven sah ich dann die SAC-Hütte und stieg bis zur Hütte hoch. Ich sah auf die Uhr und es war schon oder erst 12:00 Uhr, genau Zeit, etwas warmes z'Mittag zu essen. so beschloss ich in der Hütte eine Minestrone zu essen und dann noch ein wenig weiter hoch zu steigen bis zum Gipfel. Nach dem Mittagessen stieg ich weiter hoch und musste feststellen, dass ich zu müde war, um noch weiter zu gehen. So kehrte ich etwa eine Stunde vor dem Gipfel um und begann mit dem Abstieg. Mit der Zeit bekam ich den Knieschlotteri und meine Zehen stiessen immer wieder an die Schuhinnenseite. Ich stieg weiter nach unten und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr richtig laufen. Jeder Schritt war eine Qual und ich suchte verzweifelt eine Besserung zu erreichen, indem ich die Schuhe satter band. Doch die Zehen schmerzten mich trotzdem und ich setzte mich kurz vor der Burg einfach auf den Boden. Ein Auto hielt an und nahm mich die restlichen Kurven bis nach Haldenstein mit. Ich war sehr froh darüber und bedankte mich beim Autofahrer für's mitnehmen. In Haldenstein holte ich dann mein Velo und trampte nach Hause. Zu Hause entledigte ich mich meiner dreckigen Kleidern und liess mir ein warmes Bad ein. Zwei meiner Zehen waren blutunterlaufen und ich stach sie im warmen Wasser auf. Dann sprang ich aus der Wanne und zog schnell bequeme Kleider an. Ich war todmüde und legte mich bald in's Bett um in einen zufriedenen Schlaf zu sinken.

 

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Ausflug in die Sackgasse

Hütt hani eigentlich öppis anders welle, als ich wirklich unternoh ha. Aber ich verzell jetzt lieber, was ich unternoh ha, als dass ich verzell, was ich ha welle mache ...

Also ich bi mit em Velo losgfahre und bi duruf gfahre, ha amigs au gschobe und bi immer witers duruf, bis es nümm witers gange isch. Ich bi ganz eleige gsi und ha niemerts gseh und bi mer vorcho, wie der einzig Mensch uf Ärde, wo no s'Abentüür suecht. Das bimer jo au gwohnt, ganz eleige z'sii. Wer will au so verruggti Sache unterneh wien ich's mach. Uf alli Fäll bini dert ane gsässe und ha denne Z'Mittag g'ässe. Nochher hani no e bitz d'Natur und die unendlich Stilli gnosse, bis i wieder abeszue gfahre bi uf dere Schotterstroos. Öppe in dr Helfti bini doch no uf drei Männer gstosse, wo so immene Couloir nach Krsitall gsuecht hänn. Dr eint hett Glück gha und hett mer e Kristall zeigt, woner uf em Wäg duruf gfunde hett. Sie hänn no witers uffe welle, go die Bergwerk sueche, wo me früehner emoll Gold oder Pyrit gfunde hett. In däm Fall gitt's no me Spinner als ich eine bi. Nach dem glaine Wortwächsel bin ich denn durab und die drei sind witers duruf.

Die Unternähmig isch nid eso lang gange, wie anderi Unternähmige. Drum bini au gly wieder diheim gsi. Irgendwie bini doch müed gsi und ha am Nommittag no bitz pfuust ufem Sitzsagg ...

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Chur - Ilanz per Velo

Am Sonntag, 16.08.2009 bin ich mit dem Velo von Chur nach Felsberg und dann weiter nach Tamins gefahren. Richtung Tamins stieg die Strasse schon ein wenig nach oben. In Tamins bin ich dann wieder nach Bonaduz runter und wieder rauf in Richtung Versamer Schlucht. Harte 11 Km mit einer steten Steigung von 343 Meter erwarteten mich. Dafür wurde ich mit einer tollen Aussicht in die Schlucht des Vorderrhein belohnt. Weiter Richtung Versam über die Rabiusa und die grüne Eisenbrück erwartete mich der zweite Aufstieg in praller Sonne. In Versam im Restaurant Rössli gönnte ich mir eine Verschnaufpause bei Zwetschgenwähe und Süssmost. Dann fuhr ich weiter über Carrera - Valendas - Castrisch in Schussfahrt nach Ilanz. In Ilanz am Bahnhof löste ich noch ein Billet für mein Velo und genoss dann die Rückfahrt mit der Rhätischen Bahn durch die Rheinschlucht bis nach Chur. Das war wieder einmal ein schöner Sonntag an der frischen Luft *frechgrins*

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Churer Joch

Am Sonntag, 08. August 2009 bin ich Morgens früh (08:30) mit dem Postauto von Chur nach Lenzerheide gefahren. Ich hatte das Postauto bis Churwalden für mich alleine. Der Chauffeur fragte mich schon ganz verlegen, ob er die Haltestellen ansagen muss oder ob ich weis, wo ich aussteigen will. Jch sagte ihm, sobald ich die Sonne sehe, steige ich aus. Im Tal unten war noch Nebel, darum entschied ich mich so.

In Lenzerheide angekommen, studierte ich die Wanderwege und sah, dass man gemütlich bis nach Tschiertschen wandern kann. Also dachte ich mir: ab über das Churer Joch nach Tschiertschen. So musste ich ein ganzes Stück wieder zurücklaufen. Lenzerheide - Valbella - Parpan. Als der Weg noch Parpan hinunter wollte, wollte ich nicht wieder bis ganz hinunter und entschied mich für einen Weg ohne Wegweiser. Dieser Weg führte mich über eine abgelegene Alp und dann den Schlierenweg runter nach Tuggen. Von dort an einen Gottesdienst bei einem Besenbeizli vorbei immer stetig hinauf zum Churer Joch. Auf dem Churer Joch nahm ich zuerst einmal einen Kaffee und eine Pause. Dann lief ich noch bis auf den Aussichtspunkt und ass da gemütlch mein Mittagessen.

Später machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Hühnerköpfe und dann den ganzen Knieschlotteri-Weg hinunter nach Tschiertschen. In Tschiertschen nahm ich das Postauto nach Chur und schon war ich wieder zuhause .... *grins*

 

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