Die Wachau, dann Wien sehen und sterben

Ich lebe noch, obwohl ich durch die Wachau gefahren bin und Wien gesehen habe. Die Wachau war wunderschön, das Wetter stimmte, die Sonne schien. Ybbs, Melk mit Einkaufsstrasse und Stift und dann noch Krembs. Danach ging es relativ zügig nach Wien. Ich übernachtete noch bei einer sehr freundlichen Familie Werner, kurz vor Wien. Die Verpflegung war super. Da kein Restaurant im Dorf war, wurde ich auch am Abend gefüttert. Das Zimmer war nur 20 Euros per Nacht und Frühstück und für das Nachtessen wollte die Gastgeberin nur drei Euros. Ich hatte mehr als genug z'Nacht. Am nächsten Morgen regnete es, doch ich wollte weiter und noch vor 15:00 Uhr in Wien ankommen. Das schaffte ich auch, der Regen liess bald nach und die Sonne verwöhnte mich noch die letzten Kilometer bis Wien. Da fuhr ich zuerst an den Westbahnhof, um mein Ticket zu organisieren, dann fuhr ich nach Hütteldorf um auf dem Camping Wien West mein Zelt aufzustellen. Nach einer Dusche ging es wieder mit dem Postauto und der U-Bahn U4 auf den Karlplatz und in das Menschengewühle. Bald fand ich einen Fiaker und spendierte mir eine Rundfahrt durch Wien. Der Kutscher erklärte mir alles und für 65.00 Euros durfte ich auf die grosse Tour. Ich fühlte mich wie Kaiser Franz Josef, wie ich durch die Gassen und Strassen kutschiert wurde. Nach der Tour gab es in der Bierklinik ein Wiener Schnitzel vom Kalb und noch zwei, drei Radler. Dann lief ich wieder auf den Karlsplatz zurück und mit der U4 wieder nach Hütteldorf und auf den Camping Wien West zurück.

Heutem am 4. August 2010 bin ich mit dem Zug wieder zurück in die Schweiz gefahren, sitze zuhause und speichere alle 588 Fotos von der Kamera auf den Computer.

Empfehlung: Bei einer Übernachtung in Altenwörth -> Karl Werner, Schwemmgasse 3, 3474 Altenwörth.

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Grein und ersters August

Heute ist der 1. August und ich habe keine Raketen mitgenommen. Nun ich hatte zwei schöne Tage mit viel Sonne und Begleitung während meinem Weg bis Grein. Dieser Ort liegt kurz vor der Wachau und ich hoffe, dass ich morgen nochmals dasselbe Wetter wie die letzten zwei Tage habe. Nun Passau ist passee und Wien liegt fast vor meinen Füssen. Vermutlich werde ich in zweiTagen in Wien sein und mir dann einen Nachtzug organisieren müssen, der mich wieder in die Schweiz zurück bringen sollte.

Wer das liest, schiesst bitte ein Raketli für mich in den Himmel.

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Passau

Ich bin jetzt in Passau, in der coolsten WG der Stadt. Hierr darf ich meinen Blog schnell schreiben. Danke.

Also von Imst bin ich weiter und habe mein Etappenziel erreicht. Heute Abend bin ich in Passau angekommen, habe eine Wäsche gewaschen und bin an einem Studentenorganisationsbüro vorbeigekommen. Dort habe ich gefragt, wo ich Internet finde und bloggen kann. Der nette Student namens Matthias schickte mich zu Isabel (Nachträglicher Eintrag: Hoffentlich hat sie am Montag ihre Prüfungen gut überstanden) und ich schreibe jetzt auf ihrem Computer, was mir so passiert ist. Es ist viel passiert, ich habe eine Heilquelle besucht, ich habe in Altötting die Läden mit all den Marien bestaunt und heute habe ich eine Gruppe Radfahrer ein Stück begleitet. Auf dem letzten Stück Weg habe ich mich noch verfahren und musste eine geschlagene Stunde mein Velo bergauf schieben. Fluchend undsoweiter habe ich aber doch noch den Weg nach Passau gefunden und wohne für eine Nacht im Rotel Inn. Morgen geht es planmässig weiter. Das finde ich nur schön und das Wetter soll nach drei Tag Regen besser werden.

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Velo fahren

Hallo und guten Abend, ich bin jetzt in IMST am Inn. Angefangen hat dieser Schmerz vor einer Woche, als ich mich entschied von Chur nach Wien zu fahren. Wie weit ich komme, sei noch dahin gestellt und ich werde nach und nach berichten, wo ich bin und was ich erlebt habe.

Vorgestern, Samstag, 24. Juli bin ich noch in Seuzach am Helferfest gewesen. So ein, zwei Gin Tonic habe ich glaubs schon getrunken und am Sonntag, 25. Juli bin ich mit dem ersten Zug nach Chur zurück gefahren. Diese Feste mit Ste arten immer ein wenig aus und es wird immer früh am Morgen, bis man sich verabschiedet. So war es in Seuzach ca. 5 Uhr Morgen und in Chur ca. 8 Uhr Morgen, als ich mich dann endlich ins Bett legte. Um 12 Uhr ging ich dann auf den Bahnhof und um 1 Uhr war ich im Zug Richtung St. Moritz, wo ich ca. um 15 Uhr ankam.

Von da an pedalte ich in richtung Chapella und parkte auf dem Zeltplatz von Chapella, wo gerade das Festival Chapella ein wenig weiter oben zu Ende ging. Tja ...

Am nächsten Morgen stand ich früh auf und fuhr einmal Richtung Zernez, wo ich ein Morgenessen erhielt. Dann ging ich noch ein wenig einkaufen (Orangensaft, 2 Brötli und 2 Äpfel) und fuhr dann Richtung Schweizer Grenze. Ach war das eine Plage, der Radweg führte mich auch nach Guarda, ein Aufstieg von 5 km und 500 Meter Steigung erwartet mich. Dafür war ich wenigstens im Dorf von Schellenursli. Weiter nach Landeck, wo ich noch ein paar grusige Toscanelli einkaufte und weiter nach Imst, wo ich jetzt an einem PC sitze und diesen Bercht schreibe. Nun ich gehe jetzt noch eine Toscanelli rauchen und dann meine müden Knochen strecken.

Morgen geht es wieder früh auf. Denn, wenn ich das Ziel erreichen will, muss ich mindestens 100 Km pro Tag abpedalen.

Servus und gute Nacht.

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twoo an der Mustermesse Basel

Samschtig, 13.02.2010, e Daag in Basel !

Hütt bini nach Basel abe gfahre, mit em Zug nadiirligg, mit was au susch ...  :D OK, ich hätt au mit em Töff chönne abe fahre, denn wär ich aber wienes Iiiszäpfli aacho. Also bini mit em Zug nach Basel, obwohl mer in Ziiri scho halber schlächt gsi isch vor lutter Wermi in däm Zug. Am halber Zähni isch denn dr Alex no z'Basel ufe Bahnhof cho und mer sinn zämme mit em 1ner an d'Muschtermäss. Dört hämmer die Velousstellig "twoo" bsuecht. Ich bi no mit emene Frischluft Simpel mit Zahnradaatrieb e Rundi go fahre. Dä Simpel hett scho Drive gha und zum Schalte ischer au super gsi. Sicher emoll en Überlegig wärt, wenn mi alte Göppel emol dure groschtet wäri. Jo und denne hämmers bald scho gseh gha. Öppe zäh Ständ hett's gha und das inere riese Halle. Womer alles gseh hänn, simmer halt gange .....

Am Zwölfi simmer denne zrugg gsi und hänn bi dr Erika z'Mittag gässe. Denne isches ab wienes Zäpfli und mer sinn no bis öppe am fünfi an dr Rhynacher Fasnacht im Matsch und de Konfetti ummegstiegelet. Es hett au do meh Guggene als Cliquene gha und no es paar Wääge, wonis d'Waggis mir ihrne Orange, Confetti, Dääfi und Bliemli bombardiert hänn. Am halber Säggsi bini denne ufe Bus und derno uf's Tram umgstiege und es hett mer am Bahnhof grad no uf's Säggsi-Zügli für uf Chur glängt.

Z'Chur aacho, bini schnäll heim go s'Zügs ablade und wermer aazieh. Denn bini no bitz an d'Chuurer Fasnacht go de Guggene zuelose. Es hett no esone Schissdräggzügli vo Basler Drummler gha wo als Blauzungeschoof dur Chur gloffe sinn. Das hänn d'Churer aber nid verstande und sind sogar hässig worde. Im ene Egge hani au no e Basler Gugge aatroffe, D'Fährischiffli oder eso hänn sie gheisse. Ich bi denn no bitz witers zoge und ha no es paarne Gugge zueglost. Susch isch eifach es Mega Puff gsi und wenn die fremde Guggene nid wäre cho spiele, wär nid viel gloffe. Denn hättis wirklich nur es guets Grüppli gha und d'Fasnacht wär öppe innere Stund fertig gsi.

Do hani no zur Erinnerig die beide Fasnachtschlöis gknipst womer no hänn welle e Plaquette vrkhauffe :D
Aber das isch e lengeri Gschicht. Die vrzell ich denne es anders Mol ...

Übrigens hett sich mini Vrmuetig am Sunntig bestätigt. Denne hänn d'Churer nomol e Umzug gmacht und es hett genau drei Guggene gha, wo no es paar Lütt noche tschumplet sind. OK, zuegeh ! Als Basler bin ich in dere Hinsicht halt scho vrwöhnt, was Fasnacht anbelangt. D'Basler Fasnacht sind halt scho die drei scheenschte Dääg in der Wält :D

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Über den Napf, Gopf!

Wie es dazu kam.

Ich hatte mein Velo schon einmal verkauft. Doch meine damalige Freundin wollte mit mir in die Veloferien und ich kaufte kurzerhand mein Velo beim Käufer zurück. Wir verbrachten dann einige regnerische Tage der Donau entlang. Genau genommen von Donaueschingen bis Passau. Dies war mein erster Einstieg in die Welt der Veloreisenden, wenn auch nicht erfreulich, denn am Abend ging es immer bergauf.

Etwa drei Jahre später erzählte mir mein Untermieter auf einer kleinen Runde mit dem Velo, dass es einen Wettbewerb geben würde und ich mich unbedingt anmelden und mitmachen müsste. Er würde sich auch dafür interessieren und ich soll ihm doch auch einen Tacho organisieren. Ich war immer ein wenig mit dem Bike unterwegs und interessierte mich auch für Velotouren in der näheren Umgebung. Im Internet auf velojournal.ch fand ich auch den interessanten Artikel von Dres Balmer, wo er mit seinem Kollegen und seiner „Reine“ (Rennvelo) von Zürich über den Napf nach Bern radelte. Dies wollte ich an dem Samstag unternehmen, wo die Tachos verteilt wurden. Also schrieb ich ein E-Mail an ILMB mit der Bitte, mir den Tacho doch früher zu geben, damit ich nicht bis 10:00 Uhr warten musste. Ich bekam dann den Tacho (und den Tacho für meinen Untermieter) auch um 08:00 Uhr von Yves Tobler und machte mich auf diese besagte Tour.

 

Mein erster Ausflug.

Nachdem ich den Tacho schnell montiert hatte, fuhr ich also von Winterthur in Richtung Kemptthal. Am Bahnhof hielt ich an und da bemerkte ich, dass der Tacho noch keinen Kilometer gezählt hatte. Das Problem war bald gelöst, die Abstände der Magnete waren zu gross und der Tacho bekam dadurch keinen Impuls. Ich versetzte die Magnete und dann fing auch der Tacho an meine Werte zu erfassen. Leichter Regen setzte ein und ich fuhr Richtung Zürich weiter. Es ging bergab durch den Wald, was ich als sehr angenehm empfand. Es kostete mich keine Energie und Zürich war bald erreicht. Ich fuhr weiter nach Adliswil. An der Strasse auf dem Veloweg stand ein Mann. Er stand in der Nähe einer Garage und rauchte eine Zigarette. Er sah mich kommen, wollte aber den Veloweg nicht freigeben. Ich hielt kurz vor ihm an und sagte ihm: „Sie stehen auf dem Veloweg“ er sagte mir: „Ja, ich weis, aber ich bin doch auch jemand“ da erwiderte ich: „Müssen Sie dafür auf dem Veloweg stehen, um zu zeigen, dass Sie jemand sind ? Sie sind im Weg!“ Ich fuhr weiter und erzwang später meinen ersten Pass, den Bucheneggpass.

Bucheneggpass

Oben angekommen musste ich zuerst etwas zum Zmorgen essen. Ich ging in das Restaurant, wo schon andere Fahrer ihre Velos hingestellt hatten und ass etwas Stärkendes. Dann fuhr ich weiter Richtung Affoltern am Albis. Auf der Schussfahrt nach Affoltern hinunter sah ich nach einer Kurve ein rotes Mobility-Auto quer auf der Strasse stehend. Der Fahrer winkte sich heftig vor dem Gesicht herum, als wolle er Fliegen vertreiben und wollte mir noch ganz den Weg versperren. Ich bremste und kam noch knapp vor seiner Kühlerhaube durch. Ich schrieh: „Gaht’s eigentlich no?“ Ein Kommissionentaschenschleppender Fussgänger schrie: „Auch Velofahrer können bremsen“ und der Mobility-Autofahrer wedelte sich mit seiner Hand noch heftiger vor dem Kopf herum. Er hätte besser mit den Füssen an den Pedalen sein Auto gebremst. Diese Menschen hatten sicher keine Ahnung, wie schön eine Schussfahrt nach einer anstrengenden Passfahrt sein kann. Ich machte mir meine Gedanken und nahm den nächsten Pass in Angriff. *schnauf*

Herrliberger Pass

Am Abend kam ich nach fünf weiteren Pässen erschöpft und gemartert in Willisau an. Jetzt hiess es ein Hotel zum Übernachten suchen, denn es war mir nicht möglich zu wissen, wie weit ich an diesem Tag kam und konnte auch kein Hotel buchen. Das ist für jeden Velofahrer unterschiedlich. Ich fand ein Hotel und quartierte mich ein, nahm eine befreiende heisse Dusche und machte mich schön für den Ausgang. Zuerst suchte ich mir im Dorf eine gemütliche Beiz, wo ich etwas essen konnte und später auf dem Heimweg fand ich noch eine Ausstellung, ein Glas Rotwein und erbauliche Gespräche über die Kunst des Zeichnen und Malen.

Am nächsten Morgen begrüsste mich die Sonne. Ich ass Zmorge und füllte noch meine Wasserflasche. Unterwegs kann es immer Durst geben und es ist nicht immer eine Beiz in der Nähe. Das Hotel verliess ich auf leisen Solen, die Türe war nicht verschlossen. Die Rechnung hatte ich schon am Vorabend bezahlt. Ich fuhr Richtung Luthernbad und dem Napf zu. Unterwegs verfuhr ich mich leicht und bezwang unfreiwillig einen weiteren kleinen aber landschaftlich durchaus schönen Pass. In Luthernbad fuhr ich weiter, bis die Strasse in den Wanderweg überging und staunte. Der Wanderweg ging steil nach oben. Da war nur mein Gedanke: „Wie komme ich mit meinem Velo da hinauf?“ Schieben war angesagt. Ich schob und trug mein Velo den Napf hoch und schaffte es, noch vor dem Mittag im Restaurant auf dem Napf eine Suppe zu bestellen. Die Aussicht belohnte mich für alle Anstrengungen, Sprüchen oder Empfehlungen von Wanderern und das schwere Velo tragen. Mein Velo ist nicht aus Carbon und wiegt als Mountainbike ca. 15 Kilogramm.

Dafür konnte ich nach einer kleinen Pause vom Napf herunterfahren. Das war ein Genuss. Das Wetter stimmte und die Wanderer hatten Verständnis, wenn ich als Velofahrer auf ihren Wanderwegen in das Tal hinunter fuhr. Unten, da wo die Teerstrasse anfing, hatte es noch eine Alpwirtschaft, wo ich unbedingt noch ein Kaffee trinken musste. Diese Alpwirtschaft kannte ich noch von früher, als ich einmal mit dem Motorrad in das Tal hinein fuhr. Ich begrüsste die Leute vor der Beiz und wir sprachen ein wenig über dies und das. Auf dem Land sind die Leute noch gesprächig und wissen gerne, was in der grossen weiten Welt so passiert. Dann setze ich meinen Weg Richtung Bern fort. Ab jetzt ging es nur noch bergab oder flach weiter. Ich machte noch einen kleinen Umweg über ein schönes Tal und kam so um 16:00 Uhr in Bern an. Dort liess ich mich noch als Beweis fotografieren und begab mich dann zum Bahnhof, wo ich gerade noch den nächsten Zug direkt nach Winterthur erwischte.

Bern Bundeshaus

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