Alp Stätz

Ein schöner Sonntagmorgen. Fast hätte ich ihn wieder verschlafen. Denn um 07:00 Uhr war es noch grau am Himmel und ich drehte mich wieder im Bett für eine weitere Runde schnarchen. Aber um 08:30 Uhr war der Himmel knutschblau und ich wach wie ein Knallfrosch. Aufstehen, duschen, morgenessen, pressieren und ich stand um 09:30 uhr am Bahnhof. Ja, wo geht es denn heute hin, Herr Fahrplan? Aha, ab auf das Gleis 13 um 09:48 Uhr nach Thusis. Doch das war ein Gaudi ! Halt auf Verlangen hier und Halt auf Verlangen da, so dass wir etwa um 10:25 Uhr in Thusis ankamen. Ich schnell zu den Postautos. Wo ist das Posti nach Lenzerheide ? Bivio, und alles andere fand ich da angeschrieben, nur Lenzerheide nicht. Ja vielleicht kommt es ja noch ? Ich fragte einmal den Herrn Postautoführer. Aber hören Sie guter Mann, das Postauto fährt ab Tiefencastel. Schnell, schnell zurück auf das Geleise 3 und den Zug um 10:33 Uhr geschnappt, durch all die Tunnels gefahren und in Tiefencastel aus dem Zug gespuckt, stand ich jetzt da und wartete sitzend auf der Bank auf das Postauto nach Lenzerheide. Da kam eines, aber es war angeschrieben mit Chur. Ich stur wie ein Esel zum Postautoführer und fragte ihn, ob er über Lenzerheide nach Chur fuhr. Ja, einsteigen bitte und abgefahren wurde, Kurve um Kurve fressend nach Lenzerheide fahrend. Uff! oben war ich geschafft vom vielen Schauen der Natur und musste gerade ein Kaffi und ein Mineral trinken. Dann ging es weiter mit meinen Füssen, Schritt für Schritt zum See, über den See, den Berg hinauf. Unterwegs fragte ich noch eine schöne liegende Frau ob es denn da nach Alp Stätz gehen würde ? Sie sagte mir, dass ich, wenn ich forsch gehen würde, in 20 Minuten oben sein würde. Dann ging ich forsch und war dann auch oben, aber ob es wirklich 20 Minuten gewesen sind, habe ich nicht mehr geschaut. Denn ich hatte Hunger und da war ein grosses Restaurant, rustikal und mit gut sortiertem Buffet. Eigentlich wollte ich nur eine Portion Pommes, aber als ich die Chicken Nuggets sah, wollte ich die auch auf dem Teller. An der Kasse angekommen, fragte mich die Kassiererin, Halbtags oder GA? Huch, was für eine Frage, und da ich GA Besitzer bin, sagte ich GA. Hui der Preis purzelte gerade um die Hälfte in den Keller und ich glotzte die Kassiererin an, als wäre es schon Ostern oder Pfingsten. OK, dann kostete mein Teller Chicken Nuggets mit Pommes und einem Glas Mineral nur CHF 12.45 und ich suchte mir einen Platz an der Sonne im Restaurant. Einen fand ich noch und setzte mich und äste und trank. Dann machte ich mich wieder auf den Weg in's Tal. Ich überlegte mir noch einen Abstecher in die Chiljhütte zu machen, aber irgendwie lag sie mir zu fest ab dem Weg. Darum ging ich schnurstracks nach Valbella hinunter und schaute bei der Postautohaltestelle auf die Uhr. 15:30 Uhr ? War ich denn so schnell unterwegs ? Ich dachte es sei mindestens 17:00 Uhr. So kann man sich täuschen. Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mir doch noch überlegt, aber egal jetzt war ich hier und musste eine geschlagene Stunde auf die Abfahrt des Postautos warten. So wartete ich halt draussen an der Mauer lehnend und sonnte mich ein wenig im Kindergeschrei und Hundegebell an der Haltestelle in Valbella. Als das Postauto endlich kam stieg ich ein und das Postauto staute langsam fahrend gegen Chur. Um 17:00 Uhr waren wir dann auch wieder am Bahnhof, von wo ich direkt nach Hause lief und ein wenig in's Bett lag um meine müden Glieder zu strecken. Schon wieder einen Sonntag umgebracht .....

Niederjagd Asyl

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Auf den Calanda

Am 14.10.2009 am Morgen um 08:00 Uhr bin ich aufgestanden, habe mich angezogen, habe meinen Rucksack mit dem Nötigsten bepackt und bin auf das Velo gesessen und in Richtung Haldenstein losgefahren. Um 09:15 uhr stieg ich in Haldenstein in den steilen Weg nach Arella hinein. Ich kam noch gut vorwärts bis Arella, wo mich dann 3 jüngere Wanderer überholten. Dann wusste ich, dass ich nicht mehr der Jüngste bin und versuchte diesen Wanderer nachzukommen. Doch bald nach Arella verschwanden die drei und ich sah sie erst bei der Calanda Hütte wieder, wo sie doch mit einem Vorsprung von einer halben Stunde am sitzen und Bier trinken waren. Unterwegs im Nesselboden nam ich mein erstes Znüni und setzte dann meinen Weg fort bis zur Alp Altsäss, wo ich einen kurzen Trinkrast einlegte. Nach ein paar Kurven sah ich dann die SAC-Hütte und stieg bis zur Hütte hoch. Ich sah auf die Uhr und es war schon oder erst 12:00 Uhr, genau Zeit, etwas warmes z'Mittag zu essen. so beschloss ich in der Hütte eine Minestrone zu essen und dann noch ein wenig weiter hoch zu steigen bis zum Gipfel. Nach dem Mittagessen stieg ich weiter hoch und musste feststellen, dass ich zu müde war, um noch weiter zu gehen. So kehrte ich etwa eine Stunde vor dem Gipfel um und begann mit dem Abstieg. Mit der Zeit bekam ich den Knieschlotteri und meine Zehen stiessen immer wieder an die Schuhinnenseite. Ich stieg weiter nach unten und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr richtig laufen. Jeder Schritt war eine Qual und ich suchte verzweifelt eine Besserung zu erreichen, indem ich die Schuhe satter band. Doch die Zehen schmerzten mich trotzdem und ich setzte mich kurz vor der Burg einfach auf den Boden. Ein Auto hielt an und nahm mich die restlichen Kurven bis nach Haldenstein mit. Ich war sehr froh darüber und bedankte mich beim Autofahrer für's mitnehmen. In Haldenstein holte ich dann mein Velo und trampte nach Hause. Zu Hause entledigte ich mich meiner dreckigen Kleidern und liess mir ein warmes Bad ein. Zwei meiner Zehen waren blutunterlaufen und ich stach sie im warmen Wasser auf. Dann sprang ich aus der Wanne und zog schnell bequeme Kleider an. Ich war todmüde und legte mich bald in's Bett um in einen zufriedenen Schlaf zu sinken.

 

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Ausflug in die Sackgasse

Hütt hani eigentlich öppis anders welle, als ich wirklich unternoh ha. Aber ich verzell jetzt lieber, was ich unternoh ha, als dass ich verzell, was ich ha welle mache ...

Also ich bi mit em Velo losgfahre und bi duruf gfahre, ha amigs au gschobe und bi immer witers duruf, bis es nümm witers gange isch. Ich bi ganz eleige gsi und ha niemerts gseh und bi mer vorcho, wie der einzig Mensch uf Ärde, wo no s'Abentüür suecht. Das bimer jo au gwohnt, ganz eleige z'sii. Wer will au so verruggti Sache unterneh wien ich's mach. Uf alli Fäll bini dert ane gsässe und ha denne Z'Mittag g'ässe. Nochher hani no e bitz d'Natur und die unendlich Stilli gnosse, bis i wieder abeszue gfahre bi uf dere Schotterstroos. Öppe in dr Helfti bini doch no uf drei Männer gstosse, wo so immene Couloir nach Krsitall gsuecht hänn. Dr eint hett Glück gha und hett mer e Kristall zeigt, woner uf em Wäg duruf gfunde hett. Sie hänn no witers uffe welle, go die Bergwerk sueche, wo me früehner emoll Gold oder Pyrit gfunde hett. In däm Fall gitt's no me Spinner als ich eine bi. Nach dem glaine Wortwächsel bin ich denn durab und die drei sind witers duruf.

Die Unternähmig isch nid eso lang gange, wie anderi Unternähmige. Drum bini au gly wieder diheim gsi. Irgendwie bini doch müed gsi und ha am Nommittag no bitz pfuust ufem Sitzsagg ...

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Churer Joch

Am Sonntag, 08. August 2009 bin ich Morgens früh (08:30) mit dem Postauto von Chur nach Lenzerheide gefahren. Ich hatte das Postauto bis Churwalden für mich alleine. Der Chauffeur fragte mich schon ganz verlegen, ob er die Haltestellen ansagen muss oder ob ich weis, wo ich aussteigen will. Jch sagte ihm, sobald ich die Sonne sehe, steige ich aus. Im Tal unten war noch Nebel, darum entschied ich mich so.

In Lenzerheide angekommen, studierte ich die Wanderwege und sah, dass man gemütlich bis nach Tschiertschen wandern kann. Also dachte ich mir: ab über das Churer Joch nach Tschiertschen. So musste ich ein ganzes Stück wieder zurücklaufen. Lenzerheide - Valbella - Parpan. Als der Weg noch Parpan hinunter wollte, wollte ich nicht wieder bis ganz hinunter und entschied mich für einen Weg ohne Wegweiser. Dieser Weg führte mich über eine abgelegene Alp und dann den Schlierenweg runter nach Tuggen. Von dort an einen Gottesdienst bei einem Besenbeizli vorbei immer stetig hinauf zum Churer Joch. Auf dem Churer Joch nahm ich zuerst einmal einen Kaffee und eine Pause. Dann lief ich noch bis auf den Aussichtspunkt und ass da gemütlch mein Mittagessen.

Später machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Hühnerköpfe und dann den ganzen Knieschlotteri-Weg hinunter nach Tschiertschen. In Tschiertschen nahm ich das Postauto nach Chur und schon war ich wieder zuhause .... *grins*

 

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Winterwanderung 2

Am Sunntig, 21. Dezember 2008 bini wieder emoll losgloffe in Richtig Bruederhuus. Dört bini denne witers nach Eschenberg und vo dört bini abe und uffe und uf der Kyburg glandet. Woah isch das stotzig gsi dert uffe z'lauffe. All die viele Stäägeli hänn mi grad fertig gmacht. Drumm hani in Kyburg e glaini Pause iigleggt und en Orange gässe. Denn bini witers in Richtig Ettenhusen, dört durch's Dorf dure und über d'Fälder in Richtig Billikon. Kurz vor Billikon, bevor s'wieder dr Wald ab goht, bini no ufenes Bänggli gsässe und ha mer nomol e Orange gschellt. E Wage mit zwei Ross vorne dra isch denn no an mir vrbii grösslet und dr Kutscher hett mer grad no Griezi chönne sage, bevor er d'Ross wieder an de Zügel hett miesse näh um sie vorem Galopp z'stoppe. Nach dere glaine Pause bini denne dr Wald durab bis an's Bächli und denne über d'Fälder in Richtig Kemptthal. Woni bi de Ghöft vrbiicho bi, wo dr Hund vor dr Hustüüre bällt hett, hani dr Wägwiiser nomoll konsultiert und bi denn aber in Richtig Rossberg abzwigt und denne schlussändlig im Töss unde glandet. Jo, eso bini ganzi 5 Stund im graue näblige und rägnerische Wätter ummegstieflet und hamer dr Sunntignommittag um d'Ohre gschlage. *piff-paff-puff* jetzt hogg ich wieder diheim in dr gmietliche warme Stube.

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Winterwanderung

Am Sonntag, 07.12.2008 bin ich mit dem Zug nach Wald gefahren. Dort habe ich das Postauto bis nach Faltigberg genommen. Von dort aus haben mich die Wanderwegweiser durch eine verschneite Landschaft bis auf die Farneralp geführt. Auf der Farneralp habe ich zu Mittag gegessen und bin dann wieder weiter zum Skiliftende, dann durch den Wald nach Tann. Kurz vor dem Weiler Tann lachte mich die Sonne durch die Wolken an. Ich blieb eine Weile auf dem Weg stehen und genoss diese wärmenden Sonnenstrahlen. Dann wanderte ich weiter durch den hohen Schnee, der meine Schuhe und meine Jeanshosen nässte. Wieder auf dem Faltigberg angekommen, fuhr mir gerade das Postauto vor der Nase ab. Also entschied ich mich spontan nach Wald hinunter zu laufen. Unterwegs, nach ca. 10 Minuten stiess ich auf den Gasthof Lauf und legte eine Kaffepause ein. Ich setzte mich so hin, dass ich die Sonne sehen konnte. Das Schauspiel war überwältigend mit den vorbeiziehenden Nebelschwaden, dem Vogelhäuschen und den fleissigen Vögeln, die Kernen pickten, den blätterlosen Bäumen und der Dekoration im Raum mit blätterlosen Zweigen. Teilweise sah ich nur noch in schwarz/weiss, ausser ich schaute auf eine der roten Glasvasen mit Kerzen drin. In dem Moment tat es mir leid, dass ich keinen Fotoapparat dabei hatte. Ich machte mich aber bald wieder auf den Weg abwärts, denn ich wusste nicht, wann es dunkel wurde und ich dann noch den Weg nach Wald finden würde. In Wald angekommen, verpasste ich auch noch den Zug zurück. So fuhr ich mit dem Zug nach Rapperswil. Es war einfach ein erlebnisreicher und sehr schöner Advents- und Wintersonntag.

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