Appenzell, einfach so

Ich bin jetzt wieder zurück von einem erlebnisreichen Wochenende. Am Freitag besuchte ich meine Nachmieterinnen in Winterthur. Sie haben mich zum Z'Nacht eingeladen. Besser gesagt: zur besten Lasagne, welche ich je in der Paulstrasse gegessen habe. Wir assen also Lasagne und Salat, tranken einen guten Wein, assen den aus Chur mitgebrachten feinen Cake und bald war es Zeit, um meinen Schlafplatz aufzusuchen. Dann ging ich nach Dättnau zu einem Kollegen schlafen. Am Samstag Morgen verteilten wir zusammen die Päckli bis um 09:00 Uhr. Dann lief ich noch durch Winterthur und traf Orlando und Nicole, welche gerade aus dem Coiffeurladen kamen. Nicole hat nun einen neuen Haarschnitt, wie aus den 20iger Jahren. Wir redeten noch über mich und sie und trennten uns dann bald wieder. ich ging noch in's Fahrenheit auf einen heissen Toast und einen Kaffe. Dann traf ich mich mit den Kollegen der Post, denn es war Betriebsausflug angesagt. Wir fuhren mit einem Kleinbus nach Appenzell, um die Appenzeller Alpenkräuter Schnapsfabrik zu besuchen. dort durften wir alle Schnäpse probieren und kauften auch noch eine oder zwei Flaschen direkt im Fabrikladen. Dann ging es weiter in eine kleine Werkstatt eines Appenzellers der noch das Sennenhandwerk ausübte und Hosengurte und andere schöne Sachen aus Leder und Kupfer produzierte. Ein sehr spannender und lehrreicher Einblick in die Arbeit von Roger Dörig in Appenzell. Nach dieser kleinen Führung liefen wir wieder durch's Dorf und stiegen erneut in den Kleinbus um unsere Fahrt in's Ungewisse fortzusetzen. Kurz vor dem Ungewissen mochte der Bus nicht mehr die steile verschneite Strasse hochfahren und wir liefen den Rest bis ind das Berggasthaus Hoher Hirschberg, wo wir einen schönen Blick auf den vollen Mond werfen durften, welcher aber bald wieder hinter den Wolken verschwand. Essen und Trinken war angesagt, dann erzählen und alte Erinnerungen aufleben lassen und sich um die Zukunft sorgen. Wir fuhren dann sehr spät zurück und waren um ca. 00:30 Uhr wieder in Winterthur. Um 01:00 uhr waren alle meine Kollegen verschwunden und ich suchte mir einen Schlafplatz im Hotel Wartmann. Am Sonntag genoss ich noch ein Frühstück, kaufte mir am Bahnhof eine Sonntagszeitung und setzte zu meiner Rückreise an.

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Auf den Calanda

Am 14.10.2009 am Morgen um 08:00 Uhr bin ich aufgestanden, habe mich angezogen, habe meinen Rucksack mit dem Nötigsten bepackt und bin auf das Velo gesessen und in Richtung Haldenstein losgefahren. Um 09:15 uhr stieg ich in Haldenstein in den steilen Weg nach Arella hinein. Ich kam noch gut vorwärts bis Arella, wo mich dann 3 jüngere Wanderer überholten. Dann wusste ich, dass ich nicht mehr der Jüngste bin und versuchte diesen Wanderer nachzukommen. Doch bald nach Arella verschwanden die drei und ich sah sie erst bei der Calanda Hütte wieder, wo sie doch mit einem Vorsprung von einer halben Stunde am sitzen und Bier trinken waren. Unterwegs im Nesselboden nam ich mein erstes Znüni und setzte dann meinen Weg fort bis zur Alp Altsäss, wo ich einen kurzen Trinkrast einlegte. Nach ein paar Kurven sah ich dann die SAC-Hütte und stieg bis zur Hütte hoch. Ich sah auf die Uhr und es war schon oder erst 12:00 Uhr, genau Zeit, etwas warmes z'Mittag zu essen. so beschloss ich in der Hütte eine Minestrone zu essen und dann noch ein wenig weiter hoch zu steigen bis zum Gipfel. Nach dem Mittagessen stieg ich weiter hoch und musste feststellen, dass ich zu müde war, um noch weiter zu gehen. So kehrte ich etwa eine Stunde vor dem Gipfel um und begann mit dem Abstieg. Mit der Zeit bekam ich den Knieschlotteri und meine Zehen stiessen immer wieder an die Schuhinnenseite. Ich stieg weiter nach unten und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr richtig laufen. Jeder Schritt war eine Qual und ich suchte verzweifelt eine Besserung zu erreichen, indem ich die Schuhe satter band. Doch die Zehen schmerzten mich trotzdem und ich setzte mich kurz vor der Burg einfach auf den Boden. Ein Auto hielt an und nahm mich die restlichen Kurven bis nach Haldenstein mit. Ich war sehr froh darüber und bedankte mich beim Autofahrer für's mitnehmen. In Haldenstein holte ich dann mein Velo und trampte nach Hause. Zu Hause entledigte ich mich meiner dreckigen Kleidern und liess mir ein warmes Bad ein. Zwei meiner Zehen waren blutunterlaufen und ich stach sie im warmen Wasser auf. Dann sprang ich aus der Wanne und zog schnell bequeme Kleider an. Ich war todmüde und legte mich bald in's Bett um in einen zufriedenen Schlaf zu sinken.

 

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